Knappheit vermeiden, statt zu verwalten
Unter Rightsizing wird der Ansatz verstanden, bei einer vermeintlich knappen Ressource bevorzugt zu versuchen, die Knappheit zu beseitigen, anstatt eine Verwaltung der vermeintlichen Knappheit (Priorisierung, Scheduling, Reservierung etc.) zu implementieren. Die Trends bei den technischen Möglichkeiten sowie der Wirtschaftlichkeit von Netzwerkkomponenten begünstigen das Rightsizing.
Der bewusste Verzicht auf eine Ressourcenverwaltung hat in der Regel zunächst erhebliche Vorteile für die Wirtschaftlichkeit einer Infrastruktur, denn die zur Verfügung stehenden Mittel werden für die Ressource selbst und nicht für Verwaltungsfunktionen verwendet.
Darüber hinaus macht das Rightsizing viele Aspekte einer use-policy obsolet, die sich mit der Frage der Priorisierung der Nutzung der Ressource bei konkurrierendem Zugriff befassen: Wie wird bei Knappheit zugeteilt? Wer ist ein wichtiger Nutzer? Wie werden reservierte und nicht genutzte Ressourcen freigegeben? Wie sind Konflikte bei der Zuteilung der Ressource zu handhaben? Die Liste dieser Fragen ließe sich beliebig weiter führen. Insgesamt zeigt die Entwicklung der Dienste des DFN-Vereins, dass Rightsizing in jeder Hinsicht der richtige Weg ist.

