++ Neues im DFN ++
Deutsches Forschungsnetz erprobt Technologie für Terabit-Anschlüsse
Anwender im Deutschen Forschungsnetz realisieren 100-GB/s-Verbindungen in die USA

VIOLA

Projektpartner
DFN, FhG-IMK/SCAI, FZ Jülich, Alcatel, Siemens, T-Systems Buisness Service, Stiftung caesar, RWTH Aachen, Uni Bonn, FH Bonn-Rhein-Sieg; assoziiert: GasLine, Navtel, Uni Erlangen

Förderung
BMBF

Ziele:
Das Projekt VIOLA wurde Ende April 2007 beendet. Folgende wesentliche Arbeiten sind erfolgreich durchgeführt worden:

  • Layer-2/3-VPN (VPLS): Ein inhomogenes VPLS-Netz, bestehend aus den Riverstone-Switches und den Alcatel-Routern, konnte erfolgreich aufgebaut und getestet werden. Neben den vielfältigen QoS- und Funktionstests wurde auch eine Kostenabschätzung eines VPLS-VPN im Vergleich zu einem auf Wellenlängen basierenden VPN im Wissenschaftsnetz durchgeführt, wobei sich die Kosten eines VPLS-VPN als vergleichsweise hoch herausstellten.
  • GMPLS-Signalisierung: Im Projektverlauf wurden die auf dem GMPLS-Konzept basierenden OIF-Interfaces E-NNI, I-NNI und UNI implementiert und getestet. Funktional waren die Implementierungen und Tests in VIOLA wie auch die Tests zum MUPBED-Testnetz (EU-Projekt) erfolgreich. Für einen betrieblichen Einsatz sind aber noch wesentliche Vereinfachungen notwendig (z. B. Konfiguration, Monitoring, etc.)
  • Entwicklung eines Ende-zu-Ende-Reservierungssystems: Es wurde ein Reservierungssystem (ARGON) entwickelt, welches sowohl Grid-Anwendungen als auch Einzelnutzern den Reservierungszugriff auf MPLS- oder GMPLS-basierende Transportnetze erlaubt. Eine Weiterentwicklung findet im Rahmen des EU-Projektes PHOSPHORUS statt.
  • Next-Generation-SDH: Die erweiterten Eigenschaften von SDH (Virtual Concatenation, Link Capacity Adjustment Scheme (LCAS) und Generic Framing Procedure (GFP)) wurden erfolgreich untersucht und konnten ihre Anwendbarkeit zeigen. NG-SDH erlaubt die verbesserte Nutzung von SDH-Netzen als  Transportplattform für  neue Dienste, z. B. Ethernet-basierte Dienste.
  • 40-Gb/s-Übertragungstechnik: Zum Ende des VIOLA-Projektes wurden Untersuchungen zur 40-Gitb/s-Übertragungstechnik durchgeführt. In einem Testaufbau konnte die Stabilität der Übertragungstechnik in der Transportebene (DWDM-Geräte plus opt. Verstärker) und mit heterogener Systemtechnik gezeigt werden.
  • Anwendungen und Middleware-Entwicklungen: In VIOLA sind Middlewarefunktionen weiterentwickelt worden, die eine Grundlage für verteilte Grid-Anwendungen lieferten und damit die Netzfähigkeit der Anwendungen verbesserten. Diese Middleware-Komponenten (Resource Management, MetaMPICH, Meta-Scheduler und Parallel I/O) standen den Anwendern im Projektverlauf auf allen Clustern zur Verfügung. Die Anwendungen aus dem Simulations- und Visualisierungsbereich (MetaTrace, TechSim und AMG-OPT) sowie Virtual-Reality-Spektrum (KoDaVis), die bereits vor Beginn des Projek-tes weitgehend entwickelt waren, wurden innerhalb des VIOLA-Projektes durch Anpassungsarbeiten netzfähig gemacht. Außerdem wurden noch weitere nicht finanzierte Anwender für das Testbed gewonnen.
  • Zusammenarbeit mit anderen Projekten: VIOLA stand mit vielen anderen einschlägigen Projekten in einem regen Informationsaustausch bzw. führte gemeinsame Tests und Untersuchungen durch. Am engsten war der Informationsaustausch und die gemeinsame Durchführung von Tests mit dem Projekt MUPBED. Beide Projekte bearbeiteten komplementär das Themengebiet der (GMPLS)-Signalisierung in Transportnetzen und konnten sich durch unterschiedliche Hardwareausstattung sehr gut ergänzen. Ähnli-che Themen werden in US-Testbeds behandelt (vor allem HOPI und DRAGON), mit denen ein enger Erfahrungsaustausch bestand. Für die D-Grid-Initiative waren vor allem die Entwicklungen der Middleware-Tools und des MetaSchedulers von Interesse. Zu erwähnen sind auch die Arbeiten im GN2-Projekt, und zwar vor  allem im  Bereich BoD. VIOLA befasste sich im Rahmen der ARGON-Entwicklung intensiv mit den Konzeptent-wicklungen in GN2. Im geplanten BODEGA-Projekt könnte durch die Weiterentwicklung von ARGON zu einem GN2-Domain-Manager der ARGON-BoD-Dienst in GN2 integriert werden.

Weitere Informationen

erstellt am:  23.06.2008      aktualisiert am:  02.08.2010