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Wissenschaftsnetz

Hier finden Sie die zusammengefassten Informationen zum Wissenschaftsnetz aus dem Newsticker.

Für das Wissenschaftsnetz stellt die gegenwärtig veränderte Nutzung bislang keine besondere Herausforderung dar. Mit einer Gesamtkapazität von etwa 10.000 Gbit/s bietet das Wissenschaftsnetz seinen Teilnehmern stets ausreichend Netzwerkbandbreite für ihre Anwendungen. Dies gilt auch für die vielen verschiedenen Übergänge des Wissenschaftsnetzes zu anderen Netzen sowie den beiden kommerziellen Providern, die uns mit "global Upstream", also der Verbindung zum allgemeinen Internet versorgen. Wir beobachten jedoch, dass es im allgemeinen Internet zeitweise Engpässe gibt, die sich auf dem Weg der Daten von den heimischen Arbeitsplätzen in das Wissenschaftsnetz befinden. Die Sicherstellung der Erreichbarkeit des Wissenschaftsnetzes vom heimischen Arbeitsplatz aus kann in Einzelfällen herausfordernd sein, da hier unterschiedliche Unternehmen miteinander agieren und ihre Netzübergänge an die generell massiv gestiegene Nutzung anpassen müssen.

Einer unserer Provider für global Upstream teilte uns mit, dass sein Netzübergang mit der Deutschen Telekom AG überlastet ist. Da die beiden beteiligten Unternehmen dieses Problem nicht zeitnah lösen konnten, haben wir unser Routing am 20.03.20 gegen 15 Uhr angepasst und leiten diesen Teil des Datenverkehrs nun über unseren zweiten Global-Upstream-Provider.

Weiterhin haben wir zur Verbesserung der Konnektivität der Deutschen Telekom AG (DTAG) ein direktes Peering angeboten. Dieser Vorschlag wurde von der DTAG abgelehnt. Um zu einer Lösung für den erwarteten Anstieg des Datenverkehrs mit Beginn des Sommer Semesters zu kommen, hat der DFN-Verein für die Zeit der Corona-Krise einen entgeltpflichtigen global Upstream bei der DTAG in Betrieb genommen.

Durch ein Upgrade des global Upstream bei Telia Carrier auf 100 Gbit/s stehen weitere Kapazitätsreserven für den Übergang auf die Online-Lehre bereit.

Der DFN-Verein prüft verstärkt die Entwicklung des Datenverkehrs zu anderen Internet Service Providern (ISP) um durch Etablieren von Public Peerings an Internetaustauschpunkten (CIX) oder durch direkte Peerings (PNI) Optimierungen zu erzielen.
Unter anderem wurde mit Liberty Global ein entgeltfreies direktes Peering (PNI) vereinbart, um den Verkehr zu den Netzen von UnityMedia weiter zu verbessern.

In unserem Kernnetz sowie an den direkten Außenanbindungen des X-WiN sind bisher zu keinem Zeitpunkt Engpässe zu beobachten gewesen. Bei einem signifikanten Anstieg der Auslastung von einzelnen Verbindungen bauen wir proaktiv die Kapazitäten aus. Entsprechende Reserven an technischen Komponenten wurden bereits angelegt.

Wenn Sie weitere Netzwerkressourcen benötigen, um in ihrer Einrichtung die steigenden Bedarfe zu decken, kommen Sie gern jederzeit auf uns zu.

     aktualisiert am: 17.04.2020 |