Neue Direktverbindung: DFN nimmt Peering zu SWITCH in Betrieb

Für starke Netze: Mit dem direkten Peering sorgen Switch und der DFN für stabile Datenwege. Foto: Adobe Stock
Der DFN-Verein hat gemeinsam mit dem Schweizer Forschungsnetz SWITCH eine neue direkte Peering-Verbindung mit einer Gesamtkapazität von 200 Gbit/s in Betrieb genommen. Die Übergabe erfolgt am Kernnetzknoten in Basel. Mit dem Ausbau des internationalen Peerings zu benachbarten Forschungsnetzen möchte der DFN-Verein die Resilienz des Wissenschaftsnetzes langfristig stärken: Zusätzliche Übergabepunkte schaffen alternative Verkehrswege, sodass Daten bei Störungen flexibel umgeleitet werden können.
Private Network Interconnections (PNIs) – die direkte Kopplung von Routern zweier Peering-Partner – sorgen für effizientere und stabilere Datenwege. Die erhöhte Verfügbarkeit kommt nicht nur allen am X-WiN angeschlossenen Einrichtungen zugute, sondern unterstützt zusätzlich internationale Forschungskooperationen, bei denen große Datenmengen standortübergreifend ausgetauscht und gemeinsam ausgewertet werden – beispielsweise die Experimente am Large Hadron Collider (LHC) des CERN oder Forschungsprojekte am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY).
Mit dem neuen Peering setzt der DFN-Verein den Ausbau seiner internationalen Netzanbindungen fort. Nach den direkten Peerings mit dem polnischen Forschungsnetz PCSS und dem nordischen regionalen Forschungsnetzverbund NORDUnet ist SWITCH bereits der dritte europäische Partner, mit dem eine direkte Kopplung des X-WiN besteht. Diese ergänzt die bestehende Anbindung an das europäische Forschungsnetz GÉANT.